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© Reinhard Aill Farkas 2009

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Hohler: Die Steinflut

Aus der Perspektive eines siebenjährigen Mädchens läßt uns der Schweizer Schriftsteller Franz Hohler den Untergang eines Dorfes im Kanton Glarus miterleben. Seine Novelle, die in manchem an schaurige Seiten eines Jeremias Gotthelf oder die Schilderungen von Gottfried Keller erinnert, geht von historischen Quellen aus.

Das Dorf Elm wurde tatsächlich 1881 durch einen Bergsturz verschüttet, Angst um Arbeitsplätze ließ dort Warnungen vor Steinschlägen und Felsabbrüchen wirkungslos verpuffen. Auch die Protagonistin Katharina ist real, sie lebte bis in die Mitte unseres Jahrhunderts weiter in Elm. Katharina - deren Zweites Gesicht ihr die drohende Katastrophe zeigt und sie bei der Großmutter auf sicherer Höhe bleiben läßt, widerspenstig der Erwachsenenwelt gegenüber, treu ihrer Intuition.

Der Leser gleitet, geführt durch Katharina, durch das Buch, beobachtet die Herausbildung ihrer Vision, die sie mit dem Instinkt der Tiere teilt, ihre Schwester-Bruder-Welt, die an Stifters "Bergkristall" erinnert, sieht, wie Katharina die Innere Stimme verteidigt - gegenüber der lärmenden Alltagsvernunft der Erwachsenenwelt. Was folgt, sind die Vibrationen des Regens und Donners, das Herabprasseln der Gesteinsmassen ...

Hohler Franz, Die Steinflut. Eine Novelle. Luchterhand Literaturverlag, München, 1998.

 

Stevenson: Kidnapped

Set in Scotland in 1751, a few years apart from the down put Jacobite rebellion, Stevensons novel, published in 1886, shows the mental upgrowth of young David Balfour. The central part of the adventurous story is Davids friendship with the Jacobite rebel Alan Brack Stuart. The flight of the two unequal companions leads us through Scotland, beginning with the ship wreck near the small island of Erraid. They cross the Island of Mull, and series of flights take them finally to Edinburgh.

Stevensons novel is Scottish history. The bloody suppression of Clan culture, the disintegration of social bonds leading to the 19th century's desasterous Clearings, tales about the treacherous Campbells many Scots have in mind till the present day.

This is a book every young man should read. It is about doing the right thing in a troubled world. About solidarity and companionship, about how to master difficult situations. The novel shows that the ethically right decision does not necessarily connect us to one side or the other, in this case the House of Stuart or that of Hannover.

Kidnapped has no Happy End - it stays and remains open. That may tell us something about our lifelong struggle for the right decision and the path of Angels - in a world full of dangers, but also of unexperienced support. As, basically, not much has changed since ,Scotland 1751', Stevensons novel is still a healthy and helpful guide.

Robert Louis Stevenson, Kidnapped. Wordsworth Editions. London 1993.

 

Düstere Visionen: H. P. Lovecraft

Leben und Wirkung

Howard Phillips Lovecraft wurde 1890 in Providence, Rhode Island geboren. Schon seine im Jahre 1917 erschienenen ersten Werke The Tomb und Dagon haben düster-visionären Charakter. 1924 heiratete Lovecraft die jüdische Ukrainerin Sonia Greene und zog mit ihr nach New York. Die Beziehung war glücklos, und Lovecraft kehrte 1926 in seinen Heimatort Providence zurück.

Nun folgen die produktivsten Jahre, und Texte wie The call of Cthulhu, At the mountains of madness oder The shadow out of time entstanden. Um Geld zu verdienen, arbeitete der Poet als Ghostwriter und Rezensent. Lovecraft starb am 15. März 1937 in seiner Heimatstadt an Darmkrebs, in ärmlichen Verhältnissen.

1939 gründeten August Derleth und Donald Wandrei den Arkham-House-Verlag, genannt nach einer wiederholt von Lovecraft als Schauplatz gewählten fiktiven Stadt. Arkham-House publizierte erstmalig gebundene Ausgaben mit Lovecrafts gesammelten Werken. Das moderne Horror-Genre wäre ohne seine Mythologie undenkbar.

Paradigmen

Lovecraft gibt den durch die zeitgenössische Theosophie thematisierten Mythen alter Rassen eine eigene Wendung. Diese Rassen, die als übermächtig geschildert werden, lauern im Weltall, im ewigen Eis oder in den Meerestiefen auf ihre Stunde. Immer wieder sind es monströse Städte, die ihnen als Wohnort dienen, mit Proportionen, die durch die menschliche Wahrnehmung nicht erfasst werden können.

Die Großen Alten - Wesen wie Cthulhu oder Yog-Sothoth - treten schon vor ihrer als Vision drohenden Machtübernahme in Erscheinung, fordern Menschenopfer, in der Regel beschworen durch schwarzmagische Kultisten. Beherzten Helden gelingt es zwar, diese Monstren in den Abgrund zurück zu senden, in den sie gehören, sie bezahlen jedoch dafür oft mit ihrer geistigen Gesundheit.

 

Internet-Ressourcen

Wegen seiner Übersichtlichkeit empfehle ich besonders das H.P.Lovecraft-Archiv, das nicht nur Biografie und Werke enthält, sondern auch die durch Lovecraft geprägte Popularkultur thematisiert.

Hier findest du die Übersicht der fiktionalen Texte, zu ordnen nach Alphabet oder Erscheinungsjahr. Mit dabei: Diskussionsforen und Publikationsgeschichte.

 

Sekundärliteratur

Airaksinen Timo, The philosophy of H. P. Lovecraft. The route to horror. New York 1999 (= New studies in aesthetics 29).

Joshi Sunand T., A Dreamer and a Visionary. H. P. Lovecraft in his time. Liverpool 2001.

Joshi Sunand T., Schultz David E., An H.P. Lovecraft encyclopedia. Westport, Conn. 2001.

Mitchell Charles P., The complete H.P. Lovecraft filmography. Westport, Conn. 2001.

Müller Wolfgang H., Lovecraft. Schatzmeister des Verbotenen. Bergen, Dumme 1992.

Oakes David A., Science and destabilization in the modern American Gothic: Lovecraft, Matheson, and King. New York 2000 (= Contributions to the study of science fiction and fantasy 92).

Rottensteiner Franz (Hg.), Über H. P. Lovecraft. Frankfurt a. M. 1984.

Schoell William, H. P. Lovecraft. Master of weird fiction. Greensboro, North Carolina 2004.

Schweitzer Darrell (Hg.), Discovering H. P. Lovecraft. Essays on America's master writer of horror. San Bernardino, CA 1996 (= I. O. Evans studies in the philosophy & criticism of literature 21).

Smuda Susanne, H. P. Lovecrafts Mythologie. Bricolage und Intertextualität - Erzählstrategien und ihre Wirkung. Bielefeld 1997.

Zachrau Thekla, Mythos und Phantastik. Funktion und Struktur der Cthulhu-Mythologie in den phantastischen Erzählungen H. P. Lovecrafts. Frankfurt a. M. 1986.